waldfriedhof landsberg
mit klaus kehrbaum
`... eine sakrale, würdevolle stimmung ...´ deutsche bauzeitung
früher haben die angehörigen die verstorbenen in ihrem bett hergerichtet, friedlich, wie im schlaf, in vertrauter umgebung. die atmosphäre des raumes – licht, stimmung und geruch – brachte den toten noch einmal nahe und ließ erinnerungen wach werden.in das haus tritt man durch eine beton-stelenwand, die als filter und vorbereitung für angehörige und freunde dient. der trauernde wird durch das licht der aussegnung geführt. wände aus stampfbeton, rauem naturstein und gespaltenem holz – alles massive, erd- und waldverbundene materialien – prägen die raumstimmung und spiegeln den elementaren zustand der hinterbliebenen wider. gleichzeitig wird der besucher in seiner trauer nicht allein gelassen: bezug zum außenraum und die lichtführung sorgen dafür, dass er nie in dunkle räume tritt und stets vom licht begleitet wird.der abschied soll trotz funktionalisierter abläufe so individuell wie möglich erfolgen können. die aufbahrungsräume sind in geschützten nischen organisiert, die nähe und intimität ermöglichen, aber auch abstand, wenn gewünscht. ergänzt wird das angebot durch einen verabschiedungsraum, der individuell gestaltet werden kann und abschied am offenen sarg erlaubt – ebenfalls geschützt vor fremden blicken.
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